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Vereinsdialog mit der NFV-Verbandsspitze beim TuS Norderney

Bericht vom 27.04.2018 (U C)

Quelle: NFV

NFV Präsident Günter Distelrath würdigte die ehrenamtliche Arbeit des Vereins: „Ich bin in jeder Hinsicht beeindruckt, wie Ihr den Verein führt.“

Ein Bericht vom NFV (Reiner Kramer)

Von rechts: Winfried Neumann (Vorsitzender NFV-Kreis Ostfriesland), Christoph Beismann (Mitarbeiter im NFV-Referat Nachhaltigkeit/Masterplan), Harald Koning (stellvertretender Vorsitzender des NFV-Bezirks Weser-Ems), Günter Distelrath (NFV-Präsident), Bastian Hellberg (NFV-Direktor), Manfred Hahnen (1. Vorsitzender TuS Norderney) Claudia Tschöke (Schatzmeisterin NFV-Kreis Ostfriesland), Dieter Ohls (Vorsitzender NFV-Bezirk Weser-Ems), Ulrich Cramer (Öffentlichkeitsarbeit TuS Norderney) und Deniz Cömertpay (2. Vorsitzender TuS Norderney).


„Wir haben einen großen sozialen Auftrag“


Vereinsdialog mit der NFV-Verbandsspitze beim TuS Norderney
Ein Ball verbindet, lautet das Motto des Niedersächsischen Fußballverbandes. Das trifft auf den TuS Norderney in besonderer Hinsicht zu. Wenn eine Jugendmannschaft des Vereins gegen ein Team auf dem Festland antritt, kostet eine Tagestour zwischen 400 bis 600 Euro. Ein Beispiel aus der Fußballabteilung des TuS, das beim jüngsten Vereinsdialog auf der ostfriesischen Insel mit der Verbandsspitze diskutiert wurde.
Dass dies alles mit großem ehrenamtlichen Engagement verbunden ist, versteht sich von selbst. Beim TuS Norderney wird das Ehrenamt gelebt. Davon überzeugte sich die Verbandsspitze des NFV vor Ort. Präsident Günter Distelrath würdigte die ehrenamtliche Arbeit des Vereins: „Ich bin in jeder Hinsicht beeindruckt, wie Ihr den Verein führt.“
Nachwuchssorgen gibt es beim TuS vor allem im A- und B-Juniorenbereich. In diesen Altersklassen kann der Verein keine Mannschaft stellen. Viele junge Leute verlassen die Insel und bilden sich beruflich auf dem Festland weiter. Die daheimgebliebenen Jugendlichen trainieren mit den Herren, um überhaupt Fußball spielen zu können.
Wenn die Touristen in Massen die Insel für sich vereinnahmen, läuft der Trainingsbetrieb beim TuS Norderney unvermindert weiter. Der Verein hat auf der Insel keine Konkurrenz, weil er auf der Insel alle sportlichen Aktivitäten allein anbietet. Keine schlechte Voraussetzung für einen abwechslungsreichen Spielbetrieb, der aber auch verpflichtet und eine Menge Arbeit bereithält. Der TuS macht das Beste daraus.
Wie groß das Engagement des TuS Norderney ist, verdeutlichen einige interessante Zahlen: Der Verein hat rund 1.250 Mitglieder, etwa 400 gehören der Fußballsparte an. Insgesamt gibt es beim TuS 13 Sparten und eine Abteilung Reha Sport, die ständig wächst und im Verein eine große Bedeutung hat. 80 ehrenamtliche Betreuer fördern den Sport auf der Insel für Jung und Alt. Lizenzierte Trainer gibt es beim TuS nicht. Die erste Herrenmannschaft spielt in der Ostfrieslandklasse A. Fünf Juniorenteams und eine Juniorinnenmannschaft komplettieren den Fußballspielbetrieb. Neben drei Rasenplätzen nutzt der TuS außerdem eine Sporthalle.
Auch ohne lizenzierte Fußballtrainer funktioniert der Spielbetrieb ausgezeichnet. Die Vereinsverantwortlichen würden sich aber über Anregungen für die Trainingsarbeit sehr freuen. NFV-Vizepräsident und Bezirksvorsitzender Weser-Ems, Dieter Ohls und Kreisvorsitzender Winfried Neumann sagten ihre Unterstützung zu. „Es ist nicht normal, was der Verein so alles auf die Beine stellt“, hob  Neumann hervor.
Das Thema „E-Sports“ spielt beim TuS Norderney noch keine Rolle. NFV-Direktor Bastian Hellberg und Präsident Günter Distelrath informierten, dass dieser neue Sport immer mehr Zulauf von zumeist  jungen Leuten erhalte und deshalb von den NFV-Verantwortlichen weiter intensiv beobachtet werde.
Ein Höhepunkt des Vereinslebens ist das alljährliche Beachsoccerturnier mit sage und schreibe 1500 Kindern. Das erfordert eine gute Logistik und natürlich hohes ehrenamtliches Engagement. Der TuS Norderney meistert das hervorragend mit rund 120 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Ein Beweis mehr, wie sehr die Verantwortlichen des TuS Norderney den Sport und speziell den Fußball lieben. So sehen das auch einige Gönner, die den Verein jährlich mit insgesamt 30. 000 Euro unterstützen. „Trikots haben wir noch nie gekauft. Sie werden von der einheimischen Wirtschaft gesponsert.“, betont der 1. Vorsitzende Manfred Hahnen, der mit viel Herzblut sein Amt ausübt.
Zurück zum Hauptthema des Dialogs. Auch wenn die Reisekosten, die vor allem durch den Fährverkehr verursacht werden, jährlich fast 45. 000 Euro (ca. 30. 000 Euro nur für den Fußball) verschlingen, ist den Sportlern des TuS Norderney kein Weg zu weit. Da ist es natürlich hilfreich, wenn der Verein finanziell unterstützt wird. Der Niedersächsische Fußballverband beteiligte sich 2017 mit einem Zuschuss in Höhe von 1878 Euro. Insgesamt erhielt der Verein im vergangenen Jahr Zuschüsse in Höhe von 5.500 Euro.
Sport zu treiben ist beim TuS Norderney kein teures Vergnügen. Kinder und Jugendliche zahlen acht Euro monatlich, Erwachsene 14 Euro. Und das trotz der hohen Fahrtkosten mit der Fähre, die der TuS trägt. „Wir sind ein Verein für Alle“, heißt das Motto des Vereins. An der Spitze steht Manfred Hahnen. Der Vorsitzende moderierte zusammen mit NFV-Vizepräsident Dieter Ohls den 90minütigen Dialog. Hahnen ist bei der Stadt Norderney angestellt und zieht gekonnt die Fäden beim TuS. Mit seinem informativen, aber auch humorvollen Vortrag überzeugte er die Verbandsspitze des NFV. Günter Distelrath bezeichnete das Engagement des Vereins als beispielhaft: „Ihr habt drei top gepflegte Rasenplätze, eine schöne Halle, ein positives Umfeld und eine hochengagierte und hochmotivierte Mannschaft!“ Manfred Hahnen freute sich über dieses Kompliment und ergänzte: „Wir haben einen großen sozialen Auftrag und versuchen, diesem gerecht zu werden.“
Der NFV-Präsident und seine Mitstreiter hoben abschließend die Wichtigkeit dieser Vereinsdialoge hervor. „Wir stellen uns immer wieder die Frage, wie können wir die Vereine entlasten? NFV-Direktor Bastian Hellberg: „Wir müssen bei den Vereinen für die ehrenamtliche Arbeit werben. Sie muss gewürdigt werden.“ Das Fazit der gesamten NFV-Spitze fiel  einstimmig aus. Wer beim TuS Norderney Sport treibt, hat die richtige Entscheidung getroffen.
Beim Vereinsdialog des TuS Norderney von rechts: Winfried Neumann (Vorsitzender NFV-Kreis Ostfriesland), Christoph Beismann (Mitarbeiter im NFV-Referat Nachhaltigkeit/Masterplan), Harald Koning (stellvertretender Vorsitzender des NFV-Bezirks Weser-Ems), Günter Distelrath (NFV-Präsident), Bastian Hellberg (NFV-Direktor), Manfred Hahnen (1. Vorsitzender TuS Norderney) Claudia Tschöke (Schatzmeisterin NFV-Kreis Ostfriesland), Dieter Ohls (Vorsitzender NFV-Bezirk Weser-Ems), Ulrich Cramer (Öffentlichkeitsarbeit TuS Norderney) und Deniz Cömertpay (2. Vorsitzender TuS Norderney).
Foto: Kramer