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CORONA-KRISE Große Inselturniere bleiben ohne Folgekosten für TuS Norderney – Reha-Sport freiwillig eingestellt

Bericht vom 27.11.2020 (U C)

Quelle: Ostfriesicher Kurier

Ein Bericht aus dem Ostfriesischen Kurier vom 27.11.2020...

Gleich zwei bittere Turnierabsagen erweisen sich als Glücksfall!

Schweren Herzens hatte der TuS Norderney zeitig seine beliebten Strandturniere im Fußball und im Handball gestrichen, da verantwortliche Organisatoren für die Zukunft fehlen. Im Nachhinein haben sich die Absagen für die beiden Großveranstaltungen als Glücksgriff erwiesen. Coronabedingt wären die Strandvergnügen in diesem Jahr ohnehin nicht möglich gewesen. „Auch wenn es eigentlich sehr schade ist, sind wir froh über diesen Zufall und unsere Entscheidung.
Denn sonst wären wir auf Kosten sitzen geblieben“, sagt der TuS-Vorsitzende Manfred Hahnen. Wirtschaftlich erwarte er in diesem für die Sportvereine und ihre Mitglieder so schwierigen Jahr „keine großen Einbußen“. Vielmehr hat es für den Inselverein Einsparungen gegeben. Im normalen Jahr müssen die Norderneyer alle zwei Wochen zu ihren Auswärtsspielen anreisen. Neben der Fähre sind im Anschluss auf dem Festland Busse gefragt. Hahnen verweist auf Fahrtkosten in Höhe von und
40 000 Euro pro Saison. Die Zwangspausen im Frühjahr und jetzt ab November mit den langen wettkampffreien Phasen sorgten hier für weniger Ausgaben: „In diesem Jahr fällt etwa die Hälfte an Fahrtkosten weg“, erklärt Hahnen. Der Großverein mit seinen 1250 Mitgliedern in insgesamt 13 Sparten ist komplett ehrenamtlich aufgestellt. Hauptamtliche Kräfte wie zum Beispiel einen Geschäftsführer gibt es nicht. Damit fallen hier keinerlei Kosten an. Die Rückendeckung ist groß: „Es gibt keinen Mitgliederschwund. Wegen Corona gab es keine Austritte und überhaupt keinerlei Beschwerden“, lobt Hahnen die Vereinstreue. Gleichermaßen hofft er auf weiterhin anhaltende Unterstützung durch Sponsoren: „Eigentlich haben wir immer sehr großzügige Förderer, die sich zum Ende des Jahres hin melden. Da müssen wir noch abwarten, wie sich das diesmal entwickelt.“
Seinen Mitgliedern stellt der TuS im neuerlichen Lockdown Stöcke oder Hanteln zum Walken sowie Spinning-Räder zur Verfügung. Der Inselverein existiert seit mehr als 70 Jahren. Die Corona-Krise macht auch vor Norderney nicht halt: „Wir sind komplett lahmgelegt. Der Sportbetrieb ist ingestellt“, erklärt Hahnen.
Die Aktivitäten der Reha-Sparte hat der Verein freiwillig im Interesse aller Teilnehmer gestoppt. Fast 100 Personen sind hier normalerweise in sechs Gruppen aktiv. Bei vielen Teilnehmern im Alter von über 70 Jahren sollte hier jegliches Risiko vermieden werden. Die Wassergymnastik musste ausfallen, weil das Schwimmbad geschlossen wurde.
Wie 2020 für den TuS Norderney gelaufen ist, darüber werden alle Mitglieder wieder detailliert in Wort und Bild informiert. So kündigt Hahnen das Erscheinen des Vereinsheftes „Flutlicht“ zum Jahresende an. Gemeinsam stellt der TuS Norderney mit seinen wichtigen Angeboten für das Inselleben viel auf die Beine. 18 Jahre lang hat Hahnen sich federführend als Organisator beim Beachsoccer-Turnier für Nachwuchsfußballer eingebracht. Damit wurden Generationen von Kindern mit ihren Vereinsmannschaften ein schönes, erlebnisreiches Wochenende auf Norderney zu fairen Preisen ermöglicht. „Das ist unfassbar viel Arbeit und alles mit viel Herzblut gemacht worden“, sagt Hahnen. Etwa 120 ehrenamtliche Kräfte packten an den drei Tagen der Großveranstaltung an.
„Sie hätten wir wieder gewinnen können. Aber es fehlt an der verantwortlichen Organisation. Hier hat sich niemand bereit erklärt“, begründet der TuS-Vorsitzende die Absage (wir berichteten).
Weil die Handballer ähnliche Sorgen haben, schlossen sie sich an und setzten auch ihr Strandturnier ab. Eine Vergabe der beiden traditionellen Veranstaltungen an eine Agentur steht für Hahnen nicht zur Debatte. Der Cityabendlauf ist aus organisatorischen Gründen schon längst nicht mehr in der Hand des Vereins. Abhilfe für Fußball und Handball ist derzeit nicht in Sicht. In den Augen des TuS verliefen die ersten Gespräche der Inselvereine mit dem Landessportbund in diesem Jahr erfreulich. Hahnen hatte sie im Gespräch mit Anne Thonicke, Vorsitzende des KSB Aurich, angeregt. Bei der Premiere rückten finanzielle Probleme wie Fahrtkosten in den Blickpunkt. „Es war sehr fruchtbar, dass wir als Inselsportler auf unsere besonderen Probleme aufmerksam machen konnten“, lobt der TuS-Vorsitzende. Die Treffen sollen jährlich wiederholt werden. Hahnen hofft, dass dann auch  Vertreter von Festlandvereinen zum Austausch mit am Tisch sitzen. Beide Seiten sollen ihre Sicht der Dinge darstellen. Der TuS bedauert zum Beispiel, dass Spiele auf Norderney ausfallen, weil Gegner zum Ende einer Saison hin nicht mehr antreten.