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Ohne Trainer und Betreuer geht es einfach nicht!

Bericht vom 10.09.2021 (U C)

Quelle: Nomo Bericht vom 10.09.2021

Hahnen sieht hier ein gesellschaftliches Problem, denn der Sportverein wird immer mehr als Dienstleister gesehen. Das ärgert ihn, denn es sei ein Trugschluss, dass der Verein mit dem Monatsbeitrag eines Kindes von acht Euro einen Trainer und Ausrüstung zweimal in der Woche finanzieren könne...

Die Trainer des Norderneyer Sportvereins arbeiten ehrenamtlich und das seit jeher. „Das ist bei uns auch gar nicht anders zu machen“, sagt der TuS-Vorsitzende Manfred Hahnen. Fakt ist jedoch, es fehlt auch beim größten Verein der Insel an ehrenamtliche Engagement.

Gerade in den Sparten Fußball, Handball und Leichtathletik erhielt der Verein starken Rückhalt und Unterstützung vor allem von den Eltern. 80 Prozent der Trainerstellen übernehmen in der Regel Väter von Kindern, die in den Mannschaften spielen oder den Sport ausüben, erzählt Hahnen. Schon das wird immer schwieriger. Hahnen sieht hier ein gesellschaftliches Problem, denn der Sportverein wird immer mehr als Dienstleister gesehen.

Das ärgert ihn, denn es sei ein Trugschluss, dass der Verein mit dem Monatsbeitrag eines Kindes von acht Euro einen Trainer und Ausrüstung zweimal in der Woche finanzieren könne. „Die Kinder erhalten von uns Bälle, Trikots und Material. Der TuS zahlt die Beiträge für die Sportverbände und die Versicherungen. Wir zahlen die Fahrkosten, wenn Auswärtsspiele anstehen“, zählt Hahnen auf. Das funktioniert nur, weil im TuS Norderney das Solidaritätsprinzip gilt, weiß Hahnen, der lange Zeit Trainer war. Für Hahnen ist klar: Der Verein ist auf das ehrenamtliche Engagement von Eltern, ehemaligen Sportlern angewiesen, die das Training zur Verfügung stellen.
„Ohne geht es einfach nicht“, so Hahnen: „Wer mit zwanzig Kindern allein auf dem Platz steht, ist auch als guter Trainer völlig überfordert. Zu dritt ergeben sich für ein Training viele
andere Optionen.“ Der große Wert eines Betreuers ist der eines Unterstützers: „Mal ein Tor mittragen und die Hütchen hinstellen, die Bälle aufpumpen oder auch mal ein Kind
trösten, das sich wehgetan hat.“ Mehr braucht es nicht. Neben und Enden fehlen, braucht der Verein Trainerinnen und Trainer oder Leute, die sich in ihrer Sportart auskennen.

Für Hahnen gilt vor allem der Grundsatz: „Wir bieten alles an, wenn sich dafür Trainer finden.“ Besonders dringend sucht der Verein jedoch Menschen, die sich für die Jugend- und Kinderleichtathletik engagieren können. Seit über eineinhalb Jahren gibt es das Angebot nicht mehr, weil sich niemand findet: „Das fehlt uns einfach total“, sagt Hahnen.