Startseite Kontakt Impressum

Der Verein Vereinsberichte Termine Dateien Fanartikel Kooperationspartner Tennisplatz buchen Vereins-Veranstaltungen Vorstand Kontakt Impressum Datenschutzerklärung


BadmintonBasketballFussballHandballLeichtathletikReHa-SportSpinningTanzenTennisTischtennisTriathlonTurnen und GymnastikVolleyball

Jahreshauptversammlung 2016

Bericht vom 14.03.2016 (U C)

Quelle: Bericht aus der Norderneyer Badezeitung vom 14.03.2016

Bericht und Foto aus der Norderneyer Badezeitung vom 14.03.2016

Vereinskasse muss viel Fahrtgeld stemmen
Bilanz TuS Norderney resümiert Ereignisse in 2015–Markus Forner als Sportler des Jahres geehrt

Mitgliederzahl bleibt stabil bei 1250. Gut angenommen und gewinnbringend sei die Reha-Sparte.
norderney/wAr–Obwohl der Turn- und Sportverein (TuS) Norderney insgesamt eine stabile Kassenlage präsentieren konnte, machte der erste Vorsitzende Manfred Hahnen bei der Jahresversammlung am Freitagabend auch auf einige Probleme aufmerksam, die die finanzielle Situation belasten würden. Während das ehrenamtliche Engagement aller helfenden Mitglieder gelobt wurde, werde es generell immer schwieriger, besondere Events zu organisieren Am Freitagabend richtete der Turn- und Sportverein (TuS) Norderney seine Jahresversammlung im Tanzraum der Sporthalle an der Mühle aus. 62 Mitglieder des Vereins waren der Einladung des Vorstandes gefolgt.
Der erste Vorsitzende, Manfred Hahnen, gab den Geschäftsbericht für 2015 ab. Der TuS hat 1250 Mitglieder in 13 Sparten. Der Trend ginge in den Bereich „Just for fun“. Er bedauere, dass viele Mitglieder nicht die Zeit und Lust aufbrächten, auch an den Wettkämpfen teilzunehmen. „Ab 16 Jahren haben wir erhebliche personelle Probleme“, betonte er. Im Herrenfußball und im Handball sei auch auf dem Festland mit sinkenden Mannschaftszahlen zu rechnen. Zusammenlegungen seien die Folge. So müssten die Fußballer bis nach Aurich oder Leer, Papenburg oder Wittmund reisen. Die  Handballer seien da noch schlechter dran, hier gingen die Fahrten in Zukunft vielleicht ganz bis nach Oldenburg oder Meppen. Die Fahrtkosten zum Festland machten den größten Kostenfaktor des Vereins aus. So habe der TuS 2015 25000 Euro für die Schiffsüberfahrten und die Busfahrten bezahlt. Eine Busfahrt nach Emden koste rund 300 Euro, mit Fähre kämen 400 Euro im Monat zusammen, führte Hahnen aus. Das seien etwa 40 Euro pro Kind. Bei einem monatlichen Beitrag von acht Euro pro Kind rechne sich das nicht. Hinzu kämen Verbandsbeiträge und Schiedsrichterkosten.„Wir können erheblich Geld sparen, wenn wir die Transporte künftig mit eigenen Fahrzeugen machen“, schlug er vor. Für 2016 würden im Haushalt für beide Sparten die Fahrtkosten entsprechend höher eingeplant.
Der Reha-Sport hingegen laufe gut mit leichten Gewinnen, berichtete der Vorsitzende weiter. Es gäbe einen starken Zuwachs bei den Gymnastik- und Tanzgruppen. „Wir müssen uns darauf einstellen, das wir eine Kraft einstellen müssen, um den Bedarf zu decken“, gab er zu bedenken.
Wie bereits berichtet, sei die Ausrichtung des City-Abendlaufes nicht mehr Sache des TuS. Die beiden Strandturniere im Fußball und Handball würden auch dieses Jahr weiter vom Verein organisiert, doch auch hier stelle sich die Frage „wie lange noch?“, weil immer weniger Personen dazu bereit seien, mitzuhelfen. „Nachfolger zu finden, dürfte schwierig sein“, gab Hahnen zu bedenken.
Die  Tennisabteilung liefe gut, es gäbe große Nachfrage auf der Anlage im Sommer seitens der Gäste und Einwohner. Erstmals habe der TuS 2015 ein LK-Turnier ausgerichtet. Auch in diesem Jahr solle es Ende Juli fünf Tage lang stattfinden.
Ebenso stehe die BVB-Fußballschule und zum zweiten Mal ein Erste-Hilfe-Lehrgang auf demPlan. Erstmalig werde ein Kinder-Yoga-Kurs nach Ostern an fünf Vormittagen angeboten. Mit der Radsportabteilung habe es einen Ausflug in die Gegend südlich von Groningen in Holland gegeben. Im Korus-Haus seien alle 19 Wohneinheiten belegt. Das bewertete der Vorsitzende als erfreulich. Ein weiterer guter Einnahmefaktor des TuS sei das bisherige hohe Spendenaufkommen, erläuterte Kassenwart Markus Forner in seinem Kassenbericht. Von 25 Spendern seien knapp 24000 Euro zusammengekommen. Davon habe die Korus-Stiftung einen Beitrag von 15000 Euro gegeben.  Weitere Spenderseien der BVB-Fanclub Norderney, die AG Reederei Norden-Frisia, der Lions Club und die Rotarier. Hinzu kämen die vielen Sachspenden von hiesigen Geschäftsleuten in Höhe von 7000 Euro. Manfred Hahnen erwähnte in seinem Bericht, dass die TuSler für relativ geringe  Vereinsbeiträge die schönsten Sportanlagen, die man „in ganz Niedersachsen“ finden könne, nutzen könnten. Bemerkenswert seien die vielen „Karteileichen“ im TuS. 300 bis 400 Norderneyer zahlten aktive oder passive Vereinsbeiträge, ohne auch nur ein einziges Angebot zu nutzen. Das zeige die große Verbundenheit nach dem Motto: „Ich war immer im TuS und ich bleib’ im TuS, bis ich tot  umfalle“, so Hahnen wörtlich.
Als nächste Investitionen des TuS zählte der Vorsitzende die Sanierung des Hallenbodens, der schon 30 Jahre alt sei, und den Bau einer neuen Zuschauertribüne auf, deren Kosten mit 100000 Euro veranschlagt wurden. Kassenwart Forner resümierte nach dem Vortrag des Kassenberichtes, dass der TuS in seinen Finanzen stabil aufgestellt sei: „Wir müssen weiterhin nach links und rechts schauen und uns im sportlichen Markt weiterhin gut positionieren, damit uns die Mitglieder nicht abspringen und der TuS Norderney wird dann seinen Mitgliedern Sport zu einem annehmbaren Beitrag anbieten können.“ Bei Kontrollen in den Sparten sei aufgefallen, dass „eine ganze Menge Leute dabei“ seien, die an den Angeboten des TuS teilnehmen würden, ohne eingetragenes und zahlendes Mitglied zu sein. Dies bezeichnete Hahnen als „riesengroßes Ärgernis“. Die Mitglieder müssten für diese Leute mitbezahlen. Beim Tagesordnungspunkt Wahlen wurde Manfred Schlüter als zweiter Vorsitzender von der Versammlung wiedergewählt, ebenso als Kassenwart Markus Forner. Erste Beisitzerin wurde Gerda Plavenieks (Wiederwahl). Alle drei kündigten an, ihre Ämter in der letzten Legislaturperiode zu besetzen. Als dritter Beisitzer wurde Ulrich Cramer mehrheitlich wiedergewählt.
Zum „Sportler des Jahres 2015“ wurde Markus Forner vom Vorstand geehrt. Er erlang mit „viel Ehrgeiz und Fitness“ in 20 Jahren den 20. Titel im Tennis-Einzel, davon zwölf Erfolge in den letzten Jahren sowie 17 Titel im Tennis-Doppel. Den ersten Titel errang er zusammen mit seinem Vater Waldo Forner im Doppel. Weiterhin sei er aktiv in der Vereinsarbeit und als Jugend-Trainer, zählte Sportwart Deniz Cömertpay in seiner Laudatio auf.